You can get it if you really want – Naziaufmarsch in Marktheidenfeld verhindern!

Wir müssen euch nicht erklären, warum Neonazis scheiße sind. Wir müssen euch nicht erklären, weshalb es zu jeder Zeit an jedem Ort notwenig ist, sich dem rechten Treiben entgegen zustellen. Wir müssen euch auch nicht erklären, warum Naziaufmärsche, wie der, welcher für den 14. Juni von Toni Gentsch [Kameradschaftsbund Hochfranken] in Martheidenfeld [Landkreis Main-Spessart] angemeldet ist, unter allen Umständen verhindert werden müssen.
Ihr kennt die menschenverachtende Ideologie der Nazis! Ihr kennt das Schicksal derjenigen Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Glauben jeden Tag zu spüren bekommen, dass sie bei Vielen als minderwertig gelten. Ihr kennt den alltäglichen Terror aus den Medien, der sich bereits in gewissen Regionen Deutschlands gegen all Jene richtet, die nicht in das eindimensionale, rechte Weltbild von Volk und Nation passen! Ihr seid euch daher der Notwendigkeit antifaschistischer Praxis bewusst. Deshalb fordern wir euch auf:
Kommt am 14. Juni in die unterfränkische Provinz nach Marktheidenfeld. Helft mit, den Aufmarsch der FaschistInnen aus dem Umfeld der sogenannten „freien Kräfte“ aus Franken, Hessen, Thüringen und Sachsen zu verhindern. Ziel ist es, die Demonstration unter allen Umständen durch kreative und dezentrale Aktionen zu blockieren.
Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesem Engagement die Wurzeln des Faschismus nicht beseitigen werden. Diese liegen fundamental in der ökonomischen Basis der kapitalistischen Gesellschaft verankert. Wir wissen aber auch, dass diese Gesellschaft bis zum Tag ihrer Überwindung faschistische Ideologien produzieren wird und dass diese eine beständige Gefahr darstellen – nicht zuletzt auch für eine entschlossen linke Politik.
Wenn wir uns am 14. Juni den Rechtsextremen in Marktheidenfeld in den Weg stellen werden, machen wir das nicht, um die liberale Form der bürgerlichen Gesellschaft vor ihren reaktionären Kindern zu schützen, sondern wir wollen die Einnehmung öffentlichen Raums seitens der Nationalsozialisten und das Einnisten in dieser Region, in der sie ohnehin schon viel zu sattelfest Sitzen, verhindern.
Wir tun dies, um zu verhindern, dass MigrantInnen, Menschen anderer Hautfarbe, sowie Menschen mit Behinderungen neben der alltäglichen Ausgrenzung auch körperliche Gewalt zu fürchten haben – und, last but not least, um linker Politik eine Perspektive zu bewahren.

Naziaufmarsch zum Desaster machen!

Es rufen folgende antifaschistische Gruppen aus Unterfranken auf:
Würzburger Antifa Sin Patria [W]asp
Antifaschistische Linke Main-Spessart [ALM]
Antifa Main-Tauber
Autonome Antifa Aschaffenburg/ Miltenberg
Antifa Gruppe Schweinfurt

Unterstützer*innen des Bündnis:
Antifa Crailsheim
Antifaschistische Linke Kitzingen (ALK)
Antifaschistische Gruppen Süd Thüringen (AGST)
Jugendgruppe [’solid] AB – MIL
Antifa Ellwangen
„RA&MA“ (Radikale AntifaschistInnen & MinigolfspielerInnen Ansbach)
Gruppe Iskra (FFO)
Antifa Unterallgäu
Antifa [z] Heilbronn
LAK Shalom Brandenburg
Autonome Linke Vorderfalz
Antischfaschistische Aktion Gera